"Die Arbeit kann auch Spaß machen"

Der Ski-Zunft fehlen Helfer fürs Stadtfest / Teilnahme bei außerordentlicher Mitgliederversammlung in Frage gestellt. 

 

 

 

Treffen der Skizunft. Von links: Roland Hoffmann (2. Vorsitzender), Andreas Mutter (1. Vorsitzender), Georg Höflinger (Jugendwart), Claudia Lenz (Schriftführerin)  Foto: Jennifer Ruh

 

MÜLLHEIM. Stadtfest ja oder nein? In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hat die Ski-Zunft Müllheim über ihre Zukunft beim Müllheimer Stadtfest diskutiert. Dabei ging es vor allem um die fehlenden freiwilligen Helfer beim Auf- und Abbau der Laube auf dem Marktplatz. Im Plenum suchten die Zunftmitglieder nach Lösungen.
 41 Jahre gibt es das Müllheimer Stadtfest bereits und genauso lange ist die Ski-Zunft Müllheim mit ihrer Laube dabei. Doch in den vergangenen Jahren hat sich vieles verändert – nicht nur zum Guten. Die Zahl der Freiwilligen, die beim Auf- und Abbau der Laube sowie der Bewirtung mithelfen, ist immer weiter zurückgegangen – so stark, dass jetzt sogar die Teilnahme am Stadtfest 2014 in Frage gestellt wird.

 "Wir wollen das Stadtfest, aber nicht um jeden Preis", eröffnete Vorsitzender Andreas Mutter die vom Vorstand einberufene Gesprächsrunde im Bürgerhaus in Müllheim. Es seien immer dieselben, die sich engagieren würden. In diesem Jahr, so Mutter, hätten im Schnitt sogar nur sechs Freiwillige geholfen. "Für die, die da gewesen sind, war es sehr anstrengend, und einige hatten im Anschluss sogar mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen", sagte er. Auch die nun einberufene Versammlung zeige, dass es nur einen kleinen zuverlässigen Kreis von etwa 30 Personen gebe, der sich um die Zukunft der Ski-Zunft beim Stadtfest interessiert. "Dabei wird ein großer Teil unserer Ausgaben durch das Stadtfest gedeckt", erinnerte Mutter die anwesenden Mitglieder. Und das betreffe eben nicht nur die, die helfen, sondern alle Mitglieder der Zunft.

Das Phänomen ist nicht neu, denn auch andere Vereine haben kaum noch Helfer, bei einigen, weiß Mutter, sehe es sogar noch weitaus kritischer aus: "Wir können froh sein, dass wir noch so eine große Truppe haben." Der Verein werde heutzutage vermehrt als Dienstleister angesehen, man nehme ihn zwar in Anspruch, sei im Gegenzug allerdings kaum noch bereit, etwas zu leisten, um den Verein am Leben zu halten.

 Die Änderungsvorschläge aus dem Plenum sind weitgefächert. So könnten zum Beispiel die Mitgliedsbeiträge für diejenigen erhöht werden, die bei außersportlichen Veranstaltungen generell nicht mithelfen wollen. Ebenso sei eine Kürzung des Beitrags für jene Mitglieder möglich, die sich freiwillig zum Mitarbeiten melden. Mutter jedoch bezweifle, dass dies die gewünschten Veränderungen bringen würde: "Viele Mitglieder sind durchaus bereit, einen höheren Beitrag zu zahlen, damit sie sich nicht anderweitig engagieren müssen." Außerdem gebe es viele ältere Mitglieder, die zwar helfen wollen, körperlich aber einfach nicht mehr in der Lage dazu sind. Eine weitere Möglichkeit wäre die Einführung von Pflichtstunden, die ein Mitglied pro Jahr erbringen muss, ähnlich wie beim Tennis-Club Opfingen. Das sei, so Mutter, bei 770 Mitgliedern, allerdings ein sehr hoher administrativer Aufwand. Auch die Zusammenarbeit mit einem anderen Verein müsse gut überlegt sein und dürfe nicht zu voreilig getroffen werden. "Wir wollen noch nichts beschließen", betonte der Vorsitzende. Es gehe alleine darum, sich der Lage bewusst zu werden.

 In einem Punkt waren sich die Anwesenden einig: Die Planung der Teilnahme am Stadtfest muss transparenter werden, denn in der Diskussion wurde deutlich, dass viele Mitglieder überhaupt nicht wissen, welche Arbeiten beim Auf- und Abbau anfallen. Künftig will man persönlich auf die Mitarbeiter zugehen. "Die Arbeit kann schließlich auch Spaß machen, vor allem, wenn man genug Leute zusammen hat", sagt Mutter. 2014 will die Zunft es auf jeden Fall noch einmal versuchen. Eine spontane Abstimmung unter den Vereinsmitgliedern fiel einstimmig zugunsten des Stadtfests aus. "Wenn es dann nicht mehr funktioniert", sagte Mutter, "müssen wir sehen, wie oder ob es überhaupt weitergeht."

Montag, 25. November 2013

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.

von: Jennifer Ruh

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